DVMB Landesverband Bayern e.V.

Jahresbericht des Landesverbands Bayern für 2007

von Dr. Eckhard Pfeiffer, Landesverbandsvorsitzender

Entwicklung:

Im Jahr 2007 musste der Landesverband Bayern einen Rückgang der Mitgliederzahl um 30 hinnehmen (im Vorjahr 37). Die Zahl der Neuzugänge war wieder nicht hoch genug, um die Verluste durch Austritte und 18 Todesfälle auszugleichen. In den Gruppen ist die Entwicklung nach wie vor sehr unterschiedlich. Anfang 2008 verzeichnete der Landesverband 2779 Mitglieder. Sie werden in 71 Gruppen betreut. 5 dieser Gruppen können mangels Beteiligung leider keine Gruppentherapie durchführen.

Finanzen:

Der Jahresabschluss 2007 ergab wieder ein ausgeglichenes Ergebnis, nicht zuletzt dank der großzügigen Förderung durch die Krankenkassen und das Land Bayern. Der Großteil der Mittel wurde für die Betreuung der Gruppen und ihrer Sprecher aufgewendet, wie es den satzunggemäßen Aufgaben des Landesverbands entspricht. Personaleinsatz und Vorstandsarbeit dienten vor allem der Vorbereitung und Organisation der Veranstaltungen für diesen Zweck. Dazu haben die Betreuung der Netzwerke für Frauen mit Morbus Bechterew und für Junge Bechterewler eine zunehmende Bedeutung.

Die Mitgliederversammlung 2007

und das 25. bayerische Bechterewtreffen wurden am 20. Oktober im „Alten Salzstadel“ in Landshut veranstaltet. Zur Feier des 25-Jahr-Jubiläums hielt Prof. Ernst Feldtkeller einen Festvortrag mit dem Thema „25 Jahre DVMB-Landesverband Bayern“. Bei der Jubiläumsfeier konnten mehrere Mitglieder mit der Treuenadel des Landesverbands als Dank für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Zur Mitgliederversammlung gab der Vorsitzende einen überblick über die Aktivitäten im Jahr 2006. Der Schatzmeister Helmut Vetter stellte den Jahresabschluss 2006 vor. Die Rechnungsprüfer stellten eine einwandfreie Kassenführung fest. Der Vorstand wurde von der Mitgliederversammlung entlastet. Es folgte die Neuwahl der Delegierten des Landesverbands für die Bundesdelegiertenversammlung. Die anschließenden Führungen durch die Stadt Landshut waren für die Teilnehmer wieder eine gute Gelegenheit, ein Stück Bayern zu entdecken.

An der Beiratssitzung

am 21. und 22. April in Nürnberg haben Franz Gadenz, Karl-Heinz Ingendahl und Dr. Eckhard Pfeiff er als Mitglieder des Bundesvorstands sowie Wolfgang Klimsch und Christina Schneider als Vertreter des Landesverbands teilgenommen. Dort wurden wieder strategische Informationen und Konzepte der DVMB besprochen. Vor allem wurde auch über die Notwendigkeit eines moderneren Erscheinungsbildes gesprochen. Am Treffen der Landesverbandsvorsitzenden am 10. und 11. November 2007 in Würzburg nahm Wolfgang Klimsch teil. Hier wurden viele Informationen ausgetauscht und Abstimmungen erzielt.

Das Volleyballturnier

der bayrischen Gruppen fand am 16. Juni 2007 in Kempten mit 12 Mannschaften statt. Hier konnte wiederum die Mannschaft Würzburg I gewinnen.

Morbus-Bechterew-Tag

Am 13. Oktober wurde von Chefarzt Dr. Griesmann in der Hessingklinik zusammen mit der Gruppe Augsburg mit ihrem Sprecher Hans-Peter Kehlenbach ein Morbus-Bechterew-Tag veranstaltet. Sowohl für ärzte - vor allem Mitglieder des schwäbischen Hausärzteverbandes - als auch für Patienten wurden umfassende Informationen über Morbus Bechterew und seine Behandlung vermittelt.

Die Therapeutenfortbildung

in der Hessing-Klinik in Augsburg zur Zulassung zum Funktionstraining, wie immer von Wolfgang Klimsch organisiert, fand im vergangenen Jahr am 3. und 4. November 2007 statt und wurde von den Therapeuten wieder gut angenommen.

Das Gruppensprechertreffen 2007

war am 5. und 6. Mai in Ainring/Berchtesgadener Land. Hier erfolgte wieder der notwendige Erfahrungsaustausch über die Entwicklung bei Gruppengymnastik und Gruppenfunktionstraining. Bei einem guten Informationsaustausch konnten die Teilnehmer viel von den Erfahrungen aus anderen Gruppen profitieren. Frau Dr. Lind-Albrecht hielt einen sehr interessanten Vortrag über „Sinn und Nutzen natürlicher Heilmittel bei Morbus Bechterew“. Dadurch konnten Kenntnisse und Beratungskompetenz der Gruppensprecher verbessert werden. Am Abend folgte die Feier des 20-jährigen Bestehens der Gruppe Berchtesgadener Land. In diesem Rahmen wurde Klemens Rickmann, Schatzmeister der Gruppe BGL, mit der Verdienstnadel des Landesverbands geehrt.

Regionale Gruppensprechertreffen

fanden am 15. September in Lauf bei Nürnberg und am 22. September in München als Tagesveranstaltungen statt. Hauptpunkt dieser Veranstaltungen war die Vermittlung von Kenntnissen zur sozialrechtlichen Beratung im „Betacare“-System durch Karl-Heinz Ingendahl.

Ansprechpartnerin für Frauen und Familien

ist weiterhin Christina Schneider. Vielfältige Informationen, insbesondere die Suche nach geeigneter Therapie, guten Therapeuten und die Integration in eine Therapiegruppe, spiegelte die Wünsche der Betroffenen, die an der Fragebogenaktion für „Neue“ weibliche Mitglieder teilgenommen haben, wider. 37 Frauen sind im Jahr 2007 der DVMB in Bayern beigetreten. Frauentreffen wurden in Lichtenfels am 17. März 2007 (18 Teilnehmerinnen) und in Dachau am 31. März 2007 (16 Teilnehmerinnen) abgehalten. Hier erlebten wir nachhaltig, wie Frauen mit ihrer Krankheit umgehen. Das bayerische Frauenseminar war vom 07. – 09. September 2007 im Kneippianum in Bad Wörishofen. In diesem medizinisch begleiteten Seminar erfuhren die 20 Teilnehmerinnen die Anwendung klassischer Naturheilverfahren (Die 5 Elemente der Kneipplehre) bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

„Netzwerk Junge Bechterewler“

Christin Fröhmel betreut zusammen mit mehreren jungen Bechterewlern das Netzwerk Junge Bechterewler“ in Bayern. Erfolgreich konnte ein Erlebnisseminar mit Baumklettergarten und Kajakfahren in Bad Staffelstein durchgeführt werden. Außerdem hat in diesem Jahr das Wetter die schon lange geplante Wanderung in der Höllentalklamm erlaubt.

Auf der Bundesdelegiertenversammlung

am 30. Juni 2007 in Niederwerrn war der Landesverband Bayern mit 15 Delegierten vertreten. Dort wurde unter anderem über das neue Erscheinungsbild der DVMB abgestimmt.

Vorstandssitzungen

fanden im Januar, Mai und September statt. Außer dem achtköpfigen Vorstand nahmen Prof. Dr.Ernst Feldtkeller als Ehrenvorsitzender sowie als kooptierte Mitglieder Hermann Götz, Redakteur des Bayerninfo, und Tom Röder, Webmaster des Landesverbands, teil. Als Vertreter des Bundesverbands waren Karl-Heinz Ingendahl und teilweise Franz Gadenz und Ludwig Hammel dabei. Die Sitzungen fanden in Nürnberg und Ainring statt.

Öffentlichkeitsarbeit:

Vom Faltblatt des Landesverbands mit Informationen über die Verdachtsdiagnose Morbus Bechterew und Kontaktadressen sind inzwischen fast alle Exemplare an die Gruppen verteilt worden, zum großen Teil von unserem Vorstandsmitglied Helmut Dürnberger mit individuellen Texten der Gruppen versehen. Jetzt ist eine neue Gestaltung mit Berücksichtigung des neuen Designs geplant.

Dank:

Die Gruppensprecher und ihre aktiven Helfer sind die wichtigsten Leistungsträger unserer Gemeinschaft. Ihre ehrenamtlichen Aufgaben sind heutzutage nicht immer ganz einfach. Wir danken vielmals für den oft sehr engagierten Einsatz. Mit meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen habe ich wieder sehr gut zusammenarbeiten können. Herzlichen Dank für die gute Atmosphäre und die gute Zusammenarbeit! Vor allem Wolfgang Klimsch, der mit Unterstützung seiner Frau Ursula das Büro des Landesverbands betreut, und unserem vorbildlichen Schatzmeister Helmut Vetter danke ich vielmals. Danke auch für die gute Arbeit unseres Bayern-Info-Redakteurs Hermann Götz und unseres Webmasters Tom Röder! Unserem Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Ernst Feldtkeller danken wir wieder für Rat und Tat zu Gunsten unseres Landesverbands und unserer Mitpatienten, diesmal besonders für den sehr gelungenen Festvortrag zum Jubiläum! Für den großen persönlichen Einsatz danken wir unserem Bundesgeschäftsführer Ludwig Hammel und den Damen der Bundesgeschäftsstelle für ihre vorbildliche Arbeit und den guten Kontakt. Dank sei auch unseren Sponsoren für das Bayern-Info gesagt, die uns bei der Finanzierung unseres Mitteilungsblattes geholfen haben. Dem Freistaat Bayern und den gesetzlichen Krankenkassen, die wir im Märzheft 2008 des Bayern-Info aufgeführt haben, danken wir für die teils recht großzügige für uns sehr wichtige finanzielle Förderung.

Jahresabschluss 2007 des Landesverbands Bayern  
Einnahmen:
Übertrag aus Vorjahr 1.830,71
Anteil an den Mitgliedsbeiträgen29.824,98
Selbsthilfe-Förderung durch Krankenkassen 9.730,00
Zuwendung des Zentrums Bayern Familie und Soziales 6.075,00
Weitergabe von Treuenadeln an den Bundesverband 741,00
Abrechnung Funktionstraining 2.188,41
Eigenanteile der Teilnehmer bei Veranstaltungen 4.669,00
Zinserträge 85,90
Sponsoring Bayern-Info, Anzeigenerlös 800,00
Finanzierungssumme: 55.945,00
Ausgaben: 
Personalkosten 2.866,22
Verwaltungskosten und Vorstandsarbeit 8.866,16
Abgaben und Beiträge355,84
Zuschüsse an die Gruppen und Ausg. für Gruppenbetreuung6.604,94
Fortbildungstreffen für Gruppensprecher und Stellvertreter12.178,77
Teilnahme der Landesdelegierten an der Delegiertenversammlung und der Beiratssitzung des Bundesverbandes 3.212,88
Frauenarbeit4.356,31
Junge Bechterewler3.690,84
Therapeutenfortbildung1.334,10
Funktionstraining: Unfallversicherung/Ausg. zur Abrechnung 3.683,06
Mitgliederpflege, Vereinsmitteil. („Bayern-Info“), Ehrungen4.350,44
Jahrestreffen bayerischer Morbus-Bechterew-Kranker mit Vortrag und Mitgliederversammlung2.890,75
Öffentlichkeitsarbeit229,05
Sonstige Kosten300,77
Rücklage für Anfang des Folgejahres1.024,87
Kostensumme: 55.945,0