DVMB Landesverband Bayern e.V.

Rückblick Regionaler Frauentreff der DVMB LV Bayern

Bei der Therapiegruppe Freising, 15. September 2012
Von Karin Kratzer und Monika Seidl

Unter dem Motto „ Spaß an der Bewegung „ trafen sich Frauen verschiedener Therapiegruppen, aus dem oberbayrischen Raum, in den Räumlichkeiten des Tagungszentrums Viva Vita in Freising. Das Zusammentreffen wurde von der Gruppensprecherin Frau Christine Sedlmeier in Zusammenarbeit mit der Physiotherapeutin Frau Monika Seidl, Frau Annette Deubzer sowie Frau Elisabeth Bauer organisiert.

Frauen vom Frauennetzwerk mit Ball

Nach der Begrüßung durch die Frauenansprechpartnerin Frau Christina Schneider, die mit viel Energie und Humor durch das Programm führte, hat Frau Annette Deubzer mit ihrem informativen Vortrag, die ganzheitliche Behandlung durch Osteopathie bei Morbus Bechterew sehr gut erklärt. Bei der osteopathischen Behandlung steht der Patient im Mittelpunkt Der Osteopath hat den gesamten Organismus im Blick, und mobilisiert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Bei der Behandlung werden Bewegungsein- schränkungen und Blockaden aufgespürt und beseitigt. Dabei setzt der Osteopath allein seine Hände ein. Durch die typische Haltung bei MB ist sowohl der Brust- als auch der Bauchraum mehr oder weniger eingeengt und beeinträchtigt damit die Funktion der inneren Organe und somit ist der Bewegungsfluss behindert und es kommt zu Schmerzen.

Dem Begründer „ Andrew Taylor Still (1828-1917) sei Dank, dass es die Möglichkeit einer Behandlung ohne Medikamente gibt, wobei hierbei auch Grenzen gesetzt sind und die liegen dort, wo die Selbstheilungskräfte des Körpers nicht mehr aktiviert werden können. Für den Morbus Bechterew bedeutet das: dass die Versteifung der Wirbelsäule nicht rückgängig gemacht werden kann. Schmerzen auf Grund einer Muskelüberlastung bei Fehlhaltungen lassen sich aber erfolgreich behandeln.

„Du sollst nicht fragen ob es ein Fall für die Osteopathie ist, sondern was die Osteopathie für diesen Fall machen kann.“
Die mindestens 5-jährige Ausbildung zum Osteopathen ist erst seit 1980/90 in Deutschland möglich.

Nach dem Vortrag war Bewegung angesagt. Die Therapeutin Frau Monika Seidl verband dies auch gleich mit Gehirn-Jogging. Sei es durch Ball zuwerfen, verbunden mit Namensnennung, oder verschiedene Übungen auf dem Stuhl sitzend, sowie den Dehnübungen mit einem Handtuch.

Frauen beim Jonglieren mit dem Luftballon

Das Jonglieren mit dem Luftballon dienten der Streckung und Drehung und bei dem spielerischen zukicken des Ballons, was sehr lustig war, wurde Frau teilweise wieder zum Kind. Danach hatten wir uns das Mittagessen redlich verdient.

Nach dem Essen und Austauschen über die verschiedenen Übungen ging es weiter mit Atemtherapie die von Frau Elisabeth Bauer vorgebracht wurde. Eine völlig neue Erfahrung. Atemtherapie einmal ganz anders. Alle Sinne wurden durch riechen, streicheln, wahrnehmen, in sich hineinhören aktiviert. Ganz außergewöhnlich war die Füße schütteln, in die Hände klatschen, sich im Kreis bewegen und dies alles begleitend mit Tönen, das bald im allgemeinen Gelächter endete. Nachdem alle ausreichend mit Atem versorgt waren, gab es Dehnübungen mit dem Thera-Band, vorgelegt von Frau Seidl.

Zum Abschluss enthüllte Frau Christina Schneider die Geheimnisse von Qi Gong Diese Art von Übungen wird langsam und ruhig durchgeführt. Ruhe und Bewegung ergänzen sich in gegenseitiger Harmonie. Das Training der festgefügten Bewegungszyklen stärkt die Herz-Kreislauf-Funktion und verhilft zu Entspannung und aktiver Regeneration.

Allen Mitwirkenden, recht herzlich Dank für diesen tollen, lehrreichen und sehr erholsamen Tag. Es war sehr schön, einmal über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken und Frauen von anderen Gruppen kennen zu lernen und andere Meinungen zu hören.

Karin Kratzer