DVMB Landesverband Bayern e.V.

Das Frauennetzwerk der DVMB im Landesverband Bayern e.V.

Nur wer entflammt ist, kann ausbrennen“

Frauenseminar „Das Burnout-Syndrom kann jeden treffen“

Typische Burnout-Persönlichkeiten sind Menschen die sich stark engagieren, effektiv und konzentriert arbeiten und eigene Bedürfnisse in den Hintergrund stellen. Frauen sind vielleicht noch öfter betroffen als Männer, denn „es immer möglichst allen recht zu machen“ und „Ja nicht als egoistisch angesehen“ zu werden, ist immer noch typisch weiblich.

Frau Elisabeth Reimer, Referentin der Veranstaltung in München erörterte mit uns die Ursachen und die Gefahren des ausgebrannt Seins.

  • Wie steht es mir meinen Erwartungen an mich?
  • Was treibt mich an?
  • Wie erkenne ich meine Grenzen?
  • Welche Fäden ziehen an mir?
  • Von wem, und von welchen Bedingungen und Zwängen bin ich abhängig?
  • Wer oder was verplant mich?

Viele von uns machen die Erfahrung, dass auf Stress oft ein neuer Schub folgt. Oder ist vielleicht umgekehrt der Schub Auslöser für den Stress? Ein Burn-out Syndrom lässt sich nicht auf eine einzige Ursache zurückführen. Zunächst wirkt alles meist ganz harmlos, der Prozess ist oft schleichend und langwierig. Nach einer Phase extremer Überbetonung der Arbeit folgt eine Phase, die von Abstand geprägt ist. Rückzug und reduziertes Engagement wird erkennbar. Körperliche Beschwerden bestehen jeweils parallel. Dazu können noch Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Verdauungsstörungen, gehäufte Infekte auftreten.

Was tun, wenn man an sich Anzeichen des Ausbrennens bemerkt, vermittelte uns auch Frau Andrea Kober-Weikmann am 25. Juni 2005 in Würzburg. Zu allererst auf die eigenen Bedürfnisse achten Sich Ruhe gönnen, ein Gleichgewicht zwischen Beruf, Familie und Freizeit anstreben. Andere Aufgaben delegieren, auch wenn diese „das nur halb so gut machen“ wie man selbst. Nein – Sagen lernen ohne Schuldgefühl die eigene Gesundheit auf der Prioritätenliste nach oben setzen.

Zwei Veranstaltungen, gleiches Thema, verschiedene Wege, ein Ziel.
love it (Liebe es) leave it (Verlasse es) or change it (Verändere es)

10 Gebote für Workaholics

  1. Du sollst dein Leben und das deiner Mitmensch nicht nur nach Leistung bewerten.
  2. Du sollst dreimal täglich nach dem Horizont Ausschauhalten – und wenn er sich nur bis zum Nachbarhaus erstreckt.
  3. Du sollst die Worte “Zweck” und “Nutzen” eine Weile aus deinem Wortschatz verbannen.
  4. Du sollst deinen Schreibtisch, deine Küche, deinen Heimwerkerkeller nicht mit dem Sinn des Lebens verwechseln.
  5. Du sollst mindestens einmal im Monat ein paar Stunden für niemanden erreichbar sein - nicht einmal für deine Arbeit.
  6. Du sollst ab und zu ausschlafen, schon deinen Mitmenschen zuliebe.
  7. Du sollst dich nicht für unersetzlich halten.
  8. Du sollst darauf achten, andere nicht anzustecken.
  9. Du sollst deine Pflichten, deinen Erfolg und den Weg dorthin nicht mehr lieben als dich selbst.
  10. Du sollst diese Gebote erst ab übermorgen befolgen.

( Christel Voß-Goldstein)

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