Jung und Bechterew

DVMB Landesverband Bayern e.V.

5. Treffen der Jungen Bechterewler Bayern

vom 24.-26. Juli 2010 in Warmensteinach

Nachdem wir am Freitagabend alle angekommen waren und das Essen verzehrt war, machten wir uns an die Kennenlernrunde. Diesmal in anderer Version, um mal etwas Neues auszuprobieren. Jeder stellte sich und „seine“ zwei Hobbys vor (graphisch unterstützt durch vorher angefertigte Zeichnungen), wobei die anderen versuchen mussten durch geschicktes Fragen herauszufinden, welches der zwei vorgestellten Hobbys geschwindelt war. Hier zeigte sich die ganze Kreativität der Teilnehmer. Im Anschluss ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Junge Bechterewlerin beim 3D-Bogenschießen
Beim 3D-Bogenschießen

Am nächsten Tag begann nach dem Frühstück das Überraschungs-Aktivprogramm. Bei relativ feuchtem Wetter (Ok, es hat zugegebenermaßen geregnet.) begaben wir uns zum Ochsenkopf, um im dortigen Freizeitpark aktiv zu werden. Los ging es mit 3D-Bogenschießen. Nach einer gründlichen Einweisung in den Umgang mit Pfeil & Bogen ging es in drei Gruppen auf die Suche nach den Zielen. Für alle die sich gerade nichts unter 3D-Bogenschießen vorstellen können, hier eine kurze Erläuterung: Man läuft mit Pfeilen und Bogen bewaffnet durch einen Parcours mit dem Ziel die aufgestellten Tierattrappen zu finden, um zu versuchen, diese mit den Pfeilen zu treffen. Da wir leider nicht alle immer zielsicher waren, kamen wir ganz schnell zur zweiten wichtigen Aktivität des Vormittags, „Such den Pfeil“ genannt, wobei eine gute Beobachtungsgabe und ein scharfes Auge gefragt war, um die Pfeile wieder zu finden, welche das Ziel verfehlt hatten. Dies stellte sich als die größere Herausforderung dar, und es gelang nicht allen Gruppen, mit allen Pfeilen den Gipfel des Ochsenkopfes zu erreichen. Hier erwartete uns die Gaststätte im Asenturm mit der Gelegenheit zur Stärkung.

Junge Bechterewler einer Seilbrücke über einer 40m tiefen Schlucht
Junge Bechterewler einer Seilbrücke über einer 40m tiefen Schlucht

Frisch gestärkt ging es dann bei mittlerweile trockenem Wetter zum Nachmittagsprogramm. Hier hatten sich die Organisatoren etwas ganz besonderes ausgedacht. Gemeinsam wurde unter Anleitung des erfahrenen Bergführers Jürgen Kölbel vom Oxenkopf Outdoor-Park eine Seilbrücke über eine 40m tiefe Schlucht gespannt, die es anschließend zu überqueren galt. Hier war Mut und ein gewisses Maß an Überwindung gefragt, da 40m ganz schön hoch erscheinen, wenn man sich nur auf einem Seil stehend, sich an das zweite Seil klammernd, mitten über einer Schlucht befindet. Aber dafür wurden alle, die sich getraut haben, mit einem tollen Ausblick über das Fichtelgebirge belohnt.

Nach der Schluchtüberquerung war das Abseilen angesagt. Nach einen kurzen aber gründlichen Einweisung ging es für jeden der wollte gut gesichert die 40m Felswand hinab in die Schlucht.

Junge Bechterewlerin beim Abseilen in eine 40m tiefe Schlucht
Beim Abseilen in eine 40m tiefe Schlucht

Nachdem alle die es wollten, es wieder aus der Schlucht zurück geschafft hatten, ging es dann gemütlich den Ochsenkopf hinab zum Parkplatz, von wo aus wir wieder zum Hotel zurückfuhren, wo schon die verdiente heiße Dusche wartete.

Nach dem Abendessen stand dann ein von Christin und Frank moderierter Erfahrungsaustausch auf dem Programm. Hier gab es für alle die Möglichkeit Fragen zu stellen, um von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer zu lernen. Dabei wurden ein weites Feld von Themen angesprochen, von Fragen zu Erfahrungen mit medikamentösen Therapien (hier lag der Schwerpunkt des Interesses auf den „neuen“ TNF-alpha Blockern) über Fragen zur Arztwahl bis hin zu Fragen zu den Themenkomplexen Bechterew und Beruf, Umgang mit dem Partner und der Frage nach dem besten Kurort wurde kein Thema ausgelassen und alle Fragen beantwortet.

Eine Gruppe Junger Bechterewler beim Slacklinen
Junge Bechterewler beim Slacklinen

Der Sonntag begann mit einem ruhigen Frühstück, bevor bei strahlendem Sonnenschein das Sonntagsprogramm startete. Hier hatten die Organisatoren eine dreistündige Einführung in das Slacklinen vorbereitet, wofür Roland Haas vom Slackline-Team Mainfranken engagiert worden war. Auf einer nahe gelegenen Wiese waren fünf Slacklines aufgebaut. Slacklinen ist eine Trendsportart, die einen ausgeprägten Therapeutischen Nutzen hat. Beim Slacklinen, dem Balancieren auf einem mehr oder weniger straff gespannten Gurt, werden die Propriorezeptoren trainiert, die für die Wahrnehmung der Stellung und Bewegung des eigenen Körpers verantwortlich sind. Dies führt dazu, dass sich Gleichgewichtsinn und Koordinationsfähigkeit verbessern, und sich die Körperhaltung verbessert.

Nach einem Aufwärmprogramm und einigen Vorübungen war dann das Ausprobieren und Üben angesagt. Hier zeigte sich schnell, dass das Ganze viel einfacher aussieht, als es ist. Aber nach einiger Zeit war bei allen Teilnehmern ein deutlicher Fortschritt zu sehen und einige konnten sogar schon anfangen, die ersten Tricks zu üben. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei.

Nach einer Abschlussrunde traten wir dann um einige Erfahrungen und einiges Wissen reicher die Heimreise an. Manche von uns mit einer Slackline im Gepäck.

Ein herzlicher Dank an die Organisatoren für das gelungene Wochenende!

Ralf