DVMB Landesverband Bayern e.V.

Das Frauennetzwerk der DVMB im Landesverband Bayern e.V.

Bericht einer Teilnehmerin am Seminar "Lasst uns darüber reden" in Würzburg

Von Marie-Claire Deliance, Würzburg

am 4. November 2006 hat die Ansprechpartnerin des DVMB LV Bayern für Frauen und Familie, Christina Schneider, ein Treffen unter dem "Motto Lasst uns darüber reden" in Würzburg organisiert.

20 Damen hatten sich angemeldet, 12 kamen. Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten, können wir nur sagen, schade! Ich persönlich kannte nur eine Person in diesem Kreis. Aber die Atmosphäre wurde ganz schnell locker, warm und einfach angenehm. Wir fühlten uns gleich wohl und am richtigen Platz. Wie haben verschiedene Themen angesprochen, wie zum Beispiel Medikamenteneinnahme und Alternativen, Äußerungen der Ärzte, Umgang mit Behörden, persönliche Tiefpunkte überwinden.

Eines ist sicher, wenn man Bechterew hat, muss man täglich mit schwierigen Situationen aller Art umgehen können, damit die Krankheit nicht stärker ist als die Betroffene. Es ist ein ständiger Kampf, das ist uns allen bekannt. Manche haben auch gesagt Es gibt noch Schlimmeres, was auch stimmt. Was die Medikamenteneinnahme betrifft, sind die Meinungen einstimmig: Wenn wir nicht unbedingt Medikamente einnehmen müssen, lassen wir sie lieber in der Apotheke. Solange der Magen mitmacht, so eine der Teilnehmerinnen, ist es noch kein Problem. Aber wenn er sich irgendwann weigert, müssen wir eine Alternative suchen. Zum Beispiel Salben auf Pflanzenbasis oder Ätherische Öle.

Nach dem Mittagessen konnten wir mit einem flotten Schritt einen Spaziergang am Main machen. Die Gespräche gingen danach weiter. Wie lange war (oder ist noch) der Weg für manche, bis sie erfahren welche Krankheit sie nun eigentlich haben. Wird man dann auch richtig behandelt? Ist es vielleicht doch eine psychische Krankheit? Sind wir alle Simulantinnen? Eine Lösung zu finden ist schwierig. Jede hat einen Tiefpunkt erlebt und jede hat Ihn auch auf Ihre Art überwunden. Wir angeblich das schwache Geschlecht, können jede Situation meistern. Ich übertreibe nicht. Die Anwesenden konnten es alle bestätigen. Wenn die Schmerzen gleich morgens schlimm sind, weiß jede, wie sie es anpacken muss, damit der Tag bei der Arbeit und in der Familie erträglich wird. Es war schön, andere Betroffene kennen zu lernen und ich bin sicher, dass dieser Tag eine Bereicherung für uns alle war. Beste Grüße an alle Teilnehmerinnen und vielen Dank an die Organisatorin.