DVMB Landesverband Bayern e.V.

„In den Wechseljahren und an Morbus Bechterew erkrankt“

DVMB Frauenseminar vom 15.05.2013 - 18.05.2013 im Bistumshaus St. Otto, Priesterseminar, Bamberg mit 29 Teilnehmerinnen

Zu diesem Seminar haben wir uns nach individueller Anreise zum Abendessen eingefunden. Nach der Begrüßung erhielten wir Informationen zum Programmablauf. In der Cafeteria durften wir auf einem Zettel aufschreiben, was uns derzeit bewegt, schmerzt oder bedrückt. Jede erhielt dann ein liebevoll gebasteltes Papierherz, darin konnte der ganz klein gefaltete Zettel mit den Anliegen verstaut werden. Bis zum Ende des Seminars hat jede dieses Herz verwahrt.
Da es so ein schöner lauer Abend war, machten wir noch einen Spaziergang zur Schulküche, in der am Donnerstag ein Kochkurs stattfinden sollte. Leider setzte ein Gewitter ein, sodass wir schnell den Heimweg antraten.

Dipl. Ing. Agr. Michaela von der Linden gibt Einweisung in die Rezepte

Nach dem Frühstück am Donnerstag sind wir zum Kochkurs gefahren. Leiterin Dipl. Ing. Agr. Michaela von der Linden hat uns nach einer kurzen Einweisung die Rezepte übergeben. Wir wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt und haben köstliche, schmackhafte Gerichte zubereitet, die wir beim gemeinsamen Mittagessen verspeisten. Auch für den Nachmittag bzw. Abend wurde vorgesorgt und Kuchen und „Käsefüße“ gebacken.

Nach dieser Schlemmerei traf es sich gut, dass uns Frau Ricarda Klauer in die ersten Grundschritte des Bauchtanzens einführte. Wir fanden viel Spaß an diesen Bewegungsabläufen, auch wenn dabei viel Koordinationsfähigkeit verlangt war und manch vorhandene Bewegungseinschränkung den Hüftschwung erschwerte.  Bauchtanz stärkt besonders die Muskulatur um den Becken- und Hüftbereich. Gerade vielseitige Bewegungsabläufe sind zur Osteoporosevorbeugung von Nutzen.  
Zum Schluss begeisterten uns die temperamentvolle junge Frau und ihre Assistentin noch mit einem gekonnten Bauchtanz begeistert. Frau Klauer gibt seit vielen Jahren an der VHS in Hassfurt Bauchtanzkurse.

Wir trafen uns dann wieder zum Abendessen, um uns anschließend im Seminarraum von einer Physiotherapeutin die Taping-Therapie zeigen zu lassen. Wir durften uns gegenseitig Tapes an Hand oder Fuß anlegen. Durch das Tapen wird der Schmerz abgeblockt, zudem werden Schlackenstoffe abtransportiert. Ziel dabei ist, die Muskeln, Gelenke und Lymphen zu unterstützen, die normale Bewegungsfähigkeit der Gelenke sowie die optimale Funktion der Muskulatur wieder herzustellen. Diese Therapie wird jedoch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Nach so vielen Informationen setzten wir uns zum Ausklang in die Cafeteria, um dort die selbstgebackenen Kuchen und das Käsegebäck zu verzehren. Ein besonderes Bamberger Bier das „ Schlenkerla.“ gab es auch zu verkosten..
Am Freitag fuhren wir nach dem Frühstück bei herrlichem Sonnenschein zur Bamberger Kräutergärtnerei Mussärol. Staunen konnten wir über ca. 200 verschiedene Kräuterarten, die in dieser Spezialitätengärtnerei angebaut werden. Manches kleine Pflänzchen hat bei uns eine neue Heimat gefunden.

Das Mittagessen fand wieder im Bistumshaus stattgefunden. Anschließend konnten wir bis 15 Uhr einen Stadtbummel unternehmen oder uns ein wenig ausruhen. Wirklich für jede(n) empfehlenswert: ein großer Eisbecher in der Bamberger Altstadt.

Ein weiteres Highlight war dann der Vortrag von Dr. med. Peter Jung, Gynäkologe. Sehr kompetent und charmant informierte uns der Referent mit einer Powerpoint Präsentation über die Themen Osteoporose und Wechseljahre. Damit berührte er bei vielen von uns eine aktuelle Problematik, wie man an den vielen teils sehr persönlichen Fragen erkennen konnte. Dr. Jung wurde nicht müde, mit großer Geduld zu antworten. Für seine Ausführungen haben wir uns sehr bedankt.

Nach dem Abendessen haben wir uns dann zum Nadelfilzen zusammen gesetzt. Michaela von der Linden hat uns die Technik erklärt und vorgeführt. Jede konnte dann ganz individuell ein kleines Kunstwerk „ernadeln“, sprich: filzen. Wir haben Blumen, Früchte, Herzen und Tiere gefilzt, die uns daheim noch lange an diesen Abend erinnern können. Mit einem gemütlichen Beisammensein haben wir den Abend ausklingen lassen.

Und schon nahte der letzte Tag. Am Samstag haben wir uns nach dem Frühstück im Seminarraum zu einer Yogastunde zusammengefunden. Den Unterricht hielt Frau Gabriele Rathgeber, Yogalehrerin BDY/EYU,  gehalten. Durch die Übungen kann man eine Auszeit vom Alltag nehmen und Ruhe und Entspannung durch das richtige Atmen erfahren. Das Wohlbefinden wird gefördert und der Körper kann seine Beweglichkeit regenerieren. Belastungen und Stress können abgebaut werden. Gerade zum Abschluss unseres Seminars gaben diese Übungen Ruhe und Entspannung.

Christina Schneider hat uns zum Abschluss noch ein Gedächtnistraining absolvieren lassen. Es war nicht ganz einfach, die „verschüttelten“ Buchstaben in die richtige Reihenfolge zu bringen. Das Lösungswort war Zeiteinteilung. Was hetzen wir doch alle im Alltag! Wir wissen selbst, die Zeit vergeht wie im Fluge, die Zeit rast mir davon, ich bedaure die verlorene Zeit, ich habe keine Zeit und die Zeit ist aus den Fugen geraten, aber auch, die Zeit ist lang geworden.
Lasst uns ein wenig innehalten, Kraft schöpfen und die Aufgaben ruhig, aber bestimmt angreifen. Schaut euch den Zettel in eurem Papierherz an. Können wir nach diesem Seminar nicht ein paar Probleme streichen oder wenigstens leichter angehen?
Aus diesen Tagen nehmen wir Kraft, Entspannung und auch Selbstbewusstsein für den Alltag mit nach Hause. Es waren wunderschöne Tage und großer Dank gebührt unseren Seminarleiterinnen Christina Schneider und Angelika Kreitmeier, die uns diese Tage ermöglichten.